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Die legendärste Stadt Italiens – Pompeji

Pompeji gehört zu den am besten erhaltenen Städten der Antike. Denn als sie am 24. August 79 n. Chr. 7 m tief luftdicht unter Asche und Lava versank, fand gleichzeitig eine Art Konservierung statt. Wiederentdeckt ca. 1.500 Jahre später, ist der bereits ausgegrabene Teil heute ein Touristenmagnet mit über 2 Millionen Besuchern jährlich.

Die Geschichte von Pompeji

Die Geschichte von Pompeji beginnt schon um 600 v. Chr.. Erst 80 v. Chr. übernahmen die Römer das Gebiet von den Samniten. Nachdem es zuerst Konflikte zwischen Siedlern und der in Pompeji lebenden Oberschicht gab, etablierte sie sich langsam zu einer mondänen Kleinstadt, in der sich vor allem die gehobene Mittelschicht und Oberschicht zuhause fühlte.

Obwohl man an kleinere Erdbeben gewöhnt war, der Ausbruch des Vesuvs am 05. Februar 62 n. Chr. überraschte die Bevölkerung und richtete viele Schäden an. Forschungen haben gezeigt, dass man noch immer dabei war, Pompeji größer und schöner wieder aufzubauen, als es 17 Jahre später, am 24. August 79 n. Chr., erneut zu einem Vulkanausbruch kam. Pompeji verschwand gänzlich von der Bildoberfläche.

Abgesehen von Grabräubern, die kurz nach dem Ausbruch an leicht zugänglichen Stellen nach Wertvollem suchten, kümmerte sich kaum jemand um die verschüttete Stadt. Zwar wurden bereits 1592 Inschriften, Münzen und Statuen entdeckt, allerdings waren die danach folgenden Ausgrabungen eher planlos und dauerten nicht lange an.

Erst 1748 begann man ernsthaft im Pompeji zu graben, allerdings nur um wertvolle Stücke zu finden. 1763 dann fand man ein Schild, dessen Inschrift die Stadt als Pompeji identifizierte. Von da ab machte man sich systematischer an die Arbeit, um die Geschichte von Pompeji wieder zu entdecken. Allerdings führten Unbedachtheit und anderes dazu, dass bis 1920 Wasser und Stromleitungen verlegt wurden, Wände überdacht, Innenhöfe bepflanzt, Fundstücke entfernt oder anderswo abgelegt wurden.

Pompeji heute

Die Ruinen von Pompeji sind bis heute nur zu einem Drittel ausgegraben. Gebäude, Fresken, Straßenverläufe und vieles mehr geben sowohl Forschern als auch Besuchern nie dagewesene Einblicke in das Leben und den Alltag einer Stadt in der Antike. Und zwar einer lustvollen Stadt. Überall finden sich erotische Motive und viele Führungen beginnen im Lupanar, dem bisher einzig auffindbaren Bordell.

Nicht alle Bereiche der mit 44 Hektar größten zusammenhängenden Stadtruine der Welt sind für Touristen zugänglich. Obwohl die Lava zum Beispiel auch die farbenprächtigen Fresken erhalten hat, sind viele davon heute kaum noch zu erkennen. Von Beginn an hat niemand Wert auf Konservierung gelegt. Der Zweite Weltkrieg führte zu weiteren Schäden durch Bombenangriffe, 1980 wurden ganze Teile Pompejis durch ein schweres Erdbeben weiter zerstört.

Obwohl Pompeji 1997 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde, stellen Einsparungen im Kulturhaushalt der Regierung Berlusconi und frühere Versäumnisse Archäologen von heute vor große Probleme. Man befürchtet, Pompeji werde ein zweites Mal zerstört. 2010 stürzte die Schula Amaturarum ein, die Casa di Tebio Valente in Teilen und die Cas del Moralista komplett. Im Oktober 2011 kam es zu starken Beschädigungen an einer Mauer. Selbst bei internationaler Kooperation von Archäologen, Restauratoren und Denkmalpflegern ist eine dauerhafte Rettung des heutigen Pompeji kaum zu gewährleisten. Trotzdem bemüht man sich nach Kräften, die Stadt auch für den so wichtigen Tourismus zu erhalten.

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